Fellnase goes Bürohund

Viele Vierbeiner haben die Zeit im Homeoffice mit ihren Herzensmenschen zu Hause genossen! Den ganzen Tag in bester Gesellschaft, und wenn der Hund aus dem Mittagsschläfchen aufgewacht ist, war stets ein Ansprechpartner mit Streicheleinheiten da. Doch nicht wenige Menschen freuen sich über ihre Rückkehr ins Büro; endlich wieder live vor Ort mit den Kollegen plauschen, sich in der Kaffeeküche begegnen und das Neueste vom Flurfunk hören! Damit verbunden, müssen sich viele Hunde wieder daran gewöhnen, tagsüber für mehrere Stunden allein zu bleiben.

Warum nicht aber den Herzenshund mit ins Büro nehmen?
Ein Nickerchen kann er auch dort ganz entspannt unter dem Schreibtisch halten, während sein Herzensmensch den Lebensunterhalt verdient… Die Idee an sich ist prima, doch gibt es dabei einiges zu beachten – und damit sind wir auch schon mitten in unserem neuen Blogbeitrag!

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen.

Ein Schäferhund liegt unter einem Bürotisch, an dem sein Herrchen arbeitet.

„Darf mein Vierbeiner mit ins Büro?“

Zunächst einmal: Einen gesetzlichen Anspruch hierauf gibt es nicht, doch wenn Chefin oder Chef nichts dagegen haben, kannst du deine Fellnase mit an den Arbeitsplatz nehmen. Das ist für das Tier in vielen Fällen angenehmer, als allein zu Hause zu bleiben und sich zu langweilen. Im Büro gibt es viele verschiedene Eindrücke; unterschiedliche Menschen, allerlei Gerüche wie Kaffee, Papier oder Elektronik – all das bedeutet Abwechslung für einen Hund. Auch das Arbeitsklima kann durch Fellnases Anwesenheit verbessert werden, denn Haustiere wirken nachweislich Stress entgegen und beruhigen die Menschenseele. Wenn dann noch der tierfreundliche Chef persönlich begeistert ist und regelmäßig zum Ohrenkraulen und Leckerli verteilen vorbeikommt – umso besser!

Auch die Kollegen sollten zustimmen, denn vielleicht gibt es jemanden im Team, der Angst vor Hunden oder eine ausgeprägte Allergie gegen Tierhaare hat? Solche Aspekte müssen im Vorfeld geklärt werden, bevor dein Herzenshund zum vierbeinigen Kollegen und Fußwärmer wird. 😉 Doch möglicherweise haben Chef/in oder Kolleginnen und Kollegen Bedenken? Dann lohnt es sich, bereits vorher gute Gründe zu sammeln und als Argument parat zu haben, wenn du diesbezüglich in den Dialog treten möchtest.

Der Hund im Büro als unbezahlbarer Superkollege

Die Anwesenheit deiner Fellnase kann möglicherweise das Arbeitsklima verbessern, denn im Umgang mit Tieren sind viele Menschen weitaus freundlicher als mit ihresgleichen. Wer kann schon einem treuen Hundeblick widerstehen? Ein Hund am Arbeitsplatz peppt die Atmosphäre auf und sorgt für ein entspanntes Miteinander, und während der Vierbeiner sich über extra Streicheleinheiten freut, setzt dies bei uns Menschen das Glückshormon Oxytocin frei, was die Stimmung im Team ungemein hebt.

Ein Hund, auch der kurzbeinigste, sorgt für Bewegung. Vielleicht können sich noch einige Blogleser an den Werbespot erinnern, in welchem ein Mann einen anderen fragt, wie er es bloß schafft, so fit und durchtrainiert zu sein? Seine Antwort war: „Ich hab einen Hund!“ – und anstatt auch noch die Pause im Sitzen zu verbringen, geht’s mit dem Hund raus an die frische Luft, einmal Gassi um den Block oder durch den Park! Ein Hund sorgt also nachweislich für mehr Bewegung über den Tag verteilt. Weniger Sitzen bedeutet weniger Bluthochdruck, weniger Probleme mit der Verdauung oder mit dem Bewegungsapparat. Denn nicht nur Hunde, auch wir sind eigentlich dazu gemacht, uns viel zu bewegen.

Ist jeder Hund für die Mitnahme ins Büro geeignet?

Hier kommt es ganz klar auf das Wesen deiner Fellnase an. Denn wie auch wir Menschen unterschiedlich sind, so haben Hunde ebenfalls verschiedene Charaktere. Da gibt es den Draufgänger, das schüchterne Blümchen Rühr-mich-nicht-an, die Diva, den Tollpatsch, den Clown oder den völlig aufgeregten Entdecker! Damit ein Hund ins Büro mitgenommen werden kann, sollte er in jedem Fall ein gefestigtes Wesen haben. Er muss gut erzogen sein; sozialisiert – und somit wissen, was er darf und was nicht. Natürlich sollte er vor Menschen keine Angst haben, sich nicht territorial verhalten und niemals aggressiv werden. Vor allen Dingen braucht ein Bürohund ein gewisses Maß an Zurückhaltung und sollte auch im Office einige Zeit tiefenentspannt allein bleiben können, bzw. Vertrauen zu deinen Kollegen haben, wenn du als sein Herzensmensch etwa einen Kunden besuchst.  

Last but not least

Wir lieben unsere Fellnasen! Doch uns muss auch klar sein, dass es Kollegen gibt, die keine Tiere in ihrer unmittelbaren Nähe mögen. Ist unser Hund jedoch bestens erzogen und verhält sich einwandfrei, wird er mit seinem „Dackelblick“ sicherlich auch Kollegen um die Pfote wickeln, die vorher keinen besonderen Bezug zu Fellnasen gehabt haben. Und ja, Hunde können mitunter  einen sehr intensiven Eigengeruch ausbilden, besonders an Regentagen. Auch das verträgt nicht jeder Mensch, darum muss ein Bürohund in jedem Fall top gepflegt sein, von der Schnauze bis zur Pfote.

Wohlfühlen am Arbeitsplatz!

Damit dein Herzenshund sich bei dir am Arbeitsplatz wohlfühlt, sollte dein Büro über ausreichend Raum verfügen, denn auch hier braucht dein Tier einen Ort zum Zurückziehen. Bei kleinen Hunden reicht oftmals schon der Fußraum unter dem Schreibtisch aus, um gepflegt ein Schläfchen halten zu können. Doch nicht nur die Hundedecke benötigt Platz, auch für Wassernapf und Futterstelle muss genügend Fläche vorhanden sein. Und wie sieht es mit der Lage des Büros aus? Liegt es in einem höheren Stockwerk und gibt es womöglich keinen Fahrstuhl? Einen kleinen Hund kannst du problemlos die Treppe hochtragen, bei einem ausgewachsenen Labrador wird das schon schwieriger! Ist dein Hund schon älter und hat bereits Arthrose, ist Treppensteigen eher kontraproduktiv. Zu guter Letzt: Alle haben etwas zu tun, und dein Herzenshund möchte sich gerne auf seine Weise nützlich machen? Besonders Vertreter aus der Familie Hütehund lieben Beschäftigung! Wenn du tierliebe Kollegen mit viel Humor hast, kannst du deiner Fellnase zum Beispiel beibringen, in einem Körbchen Dinge von A nach B zu befördern, zum Beispiel eine Arbeitsmappe. Ansonsten sorgt Hundespielzeug für Kurzweil, und natürlich auch so manches Leckerli aus deiner Tasche.

In diesem Sinne sagen wir: Viel Freude beim Einstand des neuen Kollegen auf vier Pfoten, und dass er seine Probezeit mit Leichtigkeit bestehen möge!

Herzlichst, 
Zora & Lea

 

 

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