Unterwegs mit Vierbeinern

Liebe Hundefreund*innen,
mit deinem Hund draußen unterwegs zu sein macht einfach viel Spaß; gemeinsame Spaziergänge im Wald oder im Park, ein bisschen chic durch die City stromern, hier und da mal andere Hundefreunde treffen oder einfach die abendliche Gassi-Runde rund um den Häuserblock drehen! Doch gerade in der Stadt ist es manchmal gar nicht so einfach, z. B. in der Nähe von Imbiss-Verkaufsständen oder in der Ladenzeile, wenn viele unterschiedliche (und köstliche) Düfte zusammenkommen. Ist der Hund entsprechend erzogen, so kann er seine Impulse kontrollieren und weiß, wo er Ruhe bewahren muss, selbst wenn ihm das Wasser im Mund zusammenläuft! Denn mit einem gelassenen Tier wird jeder Bummel durch die Stadt entspannt und easy going.

Junge Hunde hingegen müssen erst noch lernen, wie man sich adäquat benimmt, hier kann es zu Anfang schwieriger sein, besonders zum jetzigen Zeitpunkt, wenn es durch die Weihnachtsmärkte vielerorts herrlich nach Bratspezialitäten duftet! Auch zu unvorhergesehenen Situationen kann es kommen, etwa wenn unser Hund einen anderen Menschen sehr spannend findet und an ihm hochspringt. Gleichzeitig ist es kontraproduktiv, wenn wildfremde Personen auf den Hund zusteuern und ihn einfach ungefragt streicheln („Oh, ist der aber niedlich!“). Wenn der Hund sich dann erschreckt und entsprechend reagiert, kann das Probleme geben!

„Wir müssen draußen bleiben“ – mit dem Hund in der City unterwegs

Was in Wald und Flur meist unkompliziert ist (hier darf unser Hund jeden Baumstamm mit seiner Nase untersuchen, übers Feld flitzen, sich auspowern und auch mal den Clown spielen), ist in der Stadt schwierig. Denn in der City gelten andere Verhaltensregeln und ein Hund muss sich zu benehmen wissen, damit der Ausflug kein unangenehmes Spießrutenlaufen wird.

Viele Ladengeschäfte dürfen zudem von Hunden nicht betreten werden, und auch wenn du nur rasch in den Drogeriemarkt oder in den Buchladen an der Ecke möchtest – in der Regel muss der Hund draußen warten. Kann er dies mit Ruhe und Gelassenheit leisten, ist es ideal! Bellt oder jault er aber in der Zeit die ganze Fußgängerzone zusammen, ist das ein Zeichen, dass er sich unwohl fühlt und ihr hieran noch gemeinsam etwas arbeiten müsst.

Im Café oder Restaurant

Möchtest du einen Cappuccino genießen, findest du mit Sicherheit viele Cafés, in denen dein Hund dir Gesellschaft leisten darf. Natürlich muss er währenddessen am Boden Platz nehmen und sich von seiner wohlerzogenen Schokoladenseite zeigen, am besten eignet sich hier ein ruhiger Tisch mit wenig Publikumsverkehr, wo ihr beide euch gemütlich zurückziehen könnt. Damit deinem Hund die Zeit im Café nicht langweilig wird, kannst du ihn beispielsweise mit kurzweiligem Kauspielzeug beschäftigen, denn eigenmächtig durchs Café streifen sollte er in keinem Fall. Das Zauberwort heißt: Impulskontrolle.

Doch diese ist nicht für alle Hunde gleich einfach zu erbringen, da jedes Tier bestimmte Eigenschaften und zudem seinen individuellen Charakter mitbringt. Große Menschenansammlungen oder das laute Hintergrundrauschen in der Stadt kann manchen Hund reizüberfluten und damit überfordern. Möchtest du deinen Hund an das Leben in der Stadt gewöhnen, so empfehlen sich zunächst nur kurze Ausflüge (zur Sicherheit mit Maulkorb) und natürlich die Tasche voll Leckerli.

Du als Herzensmensch gibst den Ton vor

Ein Hund muss neben den wichtigen Kommandos („Platz“, „Sitz“, „Bleib“, „Komm“, etc.) lernen, dass er nicht die Führung übernimmt (dass er also nicht vorneweg stürmt und du als sein Herzensmensch buchstäblich wie ein „Fähnchen im Wind“ hinterherflatterst), sondern dass er an der Leine so gehen muss, wie du es ihm vorgibst. Da Hunde Rudeltiere sind und Hierarchien akzeptieren, wird das Tier nämlich sonst die Führung übernehmen, wenn sein Herzensmensch dies nicht tut.

Was ist eigentlich Impulskontrolle?

Ob Mensch oder Hund, sämtliche Lebewesen aus der Gruppe der Säugetiere müssen ihre Impulse kontrollieren können und sich ein Stückweit „im Griff haben“. Nehmen wir als Beispiel unser Café: Indem wir selbstverständlich vor der Theke stehenbleiben, unseren Kuchen bestellen und warten, bis er zu uns gebracht wird, kontrollieren wir einen wichtigen Impuls, nämlich den, nicht einfach hinter die Kuchentheke zu marschieren und die leckere Cremetorte direkt aus der Auslage zu naschen, was nämlich mit immensem Ärger (Rauswurf, Polizei, Anzeige, Blamage, Hausverbot etc.) verbunden wäre. Erst durch eine gewisse Impulskontrolle ist uns allen ein friedliches Miteinander möglich; bei deinem Hund ist das ebenso. Impulskontrolle bedeutet, nicht augenblicklich jedem Drang zu folgen, sondern sich im Griff zu haben. In der Regel kann dein Hund dies gut lernen, wenn du das „Alphatierchen“ in eurer beider Beziehung bist und es ihm liebevoll konsequent beibringst. Denn dein Hund wird alles daran setzen, dir zu gefallen – was in seiner Natur liegt.

Eine ganz einfache Übung für Impulskontrolle

 Du stehst aufrecht und schaust deinen Hund an – in jeder Hand ein köstliches Leckerli. Dein Hund sitzt (Kommando „Sitz“) vor Dir. Nun streckst du deine Arme aus und bewegst sie nach außen, sodass die Leckerli vor den Augen deines Hundes ihre Position verändern. Natürlich wird er die Leckerli mit den Augen fixieren, er bekommt aber erst eins, und auch nur dann, wenn er dich wieder ansieht. Wenn er aufsteht oder bellt, muss er sich wieder hinsetzen und dich anschauen. Auf diese Weise lernt er die bewusste Kontaktherstellung zu dir – und dass es sich lohnt, auf dein Kommando zu hören.

Auch konzentrieren will gelernt sein!

Dein Hund sitzt auf dein Kommando vor dir, eine zweite Person versucht, ihn abzulenken, z. B. mit Leckerli in einem Futterball, der an deinem Tier vorbeirollt! Das riecht natürlich verlockend; wenn dein Hund es schafft, dennoch sitzen zu bleiben und sich davon nicht beirren lässt, erhält er ein ausgiebiges Lob und ein ganz besonderes Leckerli, z. B. ein Ei oder ein Stückchen Naturkäse (Leerdamer, Cheddar, etc.) Denn damit hat dein Hund bewiesen, dass er seinen Impuls kontrollieren kann. 😊

Kurz auf den Punkt gebracht:

Impulskontrolle ist etwas, das ein junger Hund (vergleichbar mit einem Kind) noch nicht kann und erst erlernen muss, etwa durch Üben, Streicheleinheiten, viel Lob und Leckerli. Doch auch ältere Tiere (beispielsweise aus dem Tierheim) sind hervorragend in der Lage zu lernen, ihre Impulse im Griff zu haben, denn schließlich sind Hunde intelligent und lernen wie wir Menschen ein Leben lang. Ideal sind hierfür Hundetreffs (der Austausch macht großen Spaß) bzw. Hundetraining, wenn es doch mal nicht gleich auf Anhieb klappen will.

Wenn dein Hund gelernt hat, seine Impulse zu kontrollieren, könnt ihr euch überall und auf jedem Parkett sicher bewegen, ob im Restaurant, in der Stadt oder auch im Urlaub. Tipp: Bei uns findest du eine traumhaft schöne Auswahl an langlebigen, gesunden Hundehalsbändern und Hundeleinen für euren perfekten, feschen City-Auftritt, denn auch das Flanieren zu zweit macht sehr viel Spaß!

Wir wünschen dir und deinem Hund schöne Adventstage und hoffen, dass das Wetter noch ein wenig länger so angenehm mild bleibt. Vielleicht seid ihr als treues Gespann schon zusammen auf dem Weihnachtsmarkt gewesen? Berichtet uns gerne in den Kommentaren davon, wir freuen uns!

Herzlichst,
Lea und Zora von Happy Merlin

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